Daniel Zumoberhaus im Gespräch

Vier Fragen, vier Antworten

Welche Erkenntnis aus der Konzeptionsphase war für Alpine Mobility am wertvollsten?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der Konzeptionsphase war, wie entscheidend ein strukturiertes Vorgehen ist. Es hat sich gezeigt, dass Use Cases konsequent auf eine konkrete und greifbare Ebene heruntergebrochen werden müssen, damit sie als Grundlage für den Austausch mit potenziellen Entwicklungspartnern dienen können.

Obwohl wir das Projekt von Beginn an konsequent aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer gedacht haben, war die zusätzliche technische und IT-orientierte Sichtweise äusserst wertvoll. Sie hat uns geholfen, die fachlichen Anforderungen systematisch in technische Anforderungen zu übersetzen und damit eine belastbare Grundlage für die spätere Entwicklung zu schaffen.

Weshalb war die frühzeitige Definition von Use Cases und User Journeys entscheidend für den Projekterfolg?

Die frühzeitige Definition der Use Cases und User Journeys war ein entscheidender Schritt, um die Projektidee von einer strategischen Vision in konkrete, greifbare Anwendungsfälle zu überführen. Dadurch konnten wir die angestrebten Ziele deutlich präziser beschreiben und eine Grundlage für die weitere Konzeption und Entwicklung schaffen.

Besonders wertvoll war, dass durch diese Detaillierung zahlreiche neue Fragestellungen sichtbar wurden. Sobald die einzelnen Abläufe konkret beschrieben wurden, traten viele operative Details, Abhängigkeiten und Anforderungen auf, die zuvor nicht auf unserem Radar waren. Diese Erkenntnisse zu gewinnen, hat uns geholfen, das Konzept zu schärfen und potenzielle Herausforderungen bereits in der Konzeptionsphase zu adressieren.

Welche Chancen eröffnet KIMM für andere Bergregionen und Destinationen?

KIMM hat gezeigt, dass moderne, integrierte Mobilitätslösungen nicht nur in urbanen Räumen funktionieren, sondern auch in Bergregionen erfolgreich umgesetzt werden können. Das Projekt hat bewiesen, dass eine echte Nachfrage nach vernetzten Mobilitätsangeboten besteht und dass auch in eher autoorientierten Regionen eine hohe Akzeptanz für neue Mobilitätsformen erreicht werden kann.

Ein besonderer Meilenstein war der Nachweis, dass der klassische öffentliche Verkehr und On-Demand-Angebote vollständig integriert geplant und in einem einzigen Buchungsprozess kombiniert werden können im Sinne einer Tür-zu-Türe Lösung. Damit wurde eine Lösung geschaffen, die nach unserem Kenntnisstand in dieser Form in dieser Umgebung schweizweit Pioniercharakter hat.

Für andere Bergregionen eröffnet dies die Chance, auf einer bereits erprobten Grundlage aufzubauen. Viele konzeptionelle und technische Fragestellungen wurden im Pilotprojekt bereits gelöst, sodass sich der Ansatz mit deutlich geringerem Aufwand auf weitere Destinationen übertragen und in den operativen Betrieb überführen lässt.

Welchen Mehrwert brachte das Engagement der TSO AG?

Die Zusammenarbeit mit der TSO AG war für den Projekterfolg von grosser Bedeutung. Sie hat uns geholfen, die technische Gesamtarchitektur besser zu verstehen, die notwendigen Systemkomponenten zu identifizieren und die Rollen potenzieller Technologie- und Umsetzungspartner klar einzuordnen.

Besonders wertvoll war die strukturierte Herangehensweise, mit der verschiedene Partner- und Kooperationsmodelle analysiert und bewertet wurden. Dadurch konnten wir fundierte Entscheidungen treffen und das für unser Projekt passende Modell entwickeln. Dieses Verständnis bildete die Grundlage, um die digitale Entwicklung gezielt anzustossen, erfolgreich umzusetzen und schliesslich einen Markttest mit einer funktionsfähigen Lösung durchzuführen.

Für die professionelle, effiziente und lösungsorientierte Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich bei dir und der TSO AG. Ihr habt einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, das Projekt von der Konzeptidee bis zur praktischen Umsetzung weiterzuentwickeln.