Publiziert am: 19.05.2026

Wie ein Land seine digitale Präsenz neu organisiert

Tourismus-Website Liechtenstein

Ein Ländle. Viele Gesichter. Ein Multiportal. Liechtenstein hat seine digitale Präsenz neu aufgebaut. Aus verstreuten Inhalten wurde ein vernetztes System mit klarer Richtung. Das Ergebnis? Ein einheitlicher Auftritt, effiziente Prozesse und eine skalierbare Grundlage für die Zukunft.

Auf einen Blick

  • Liechtenstein bündelt seine digitale Präsenz in einem Multiportal.
  • Drei bisher getrennte Plattformen wachsen zu einem vernetzten System zusammen.
  • Ein zentraler Content-Hub sorgt dafür, dass Inhalte einmal gepflegt und mehrfach ausgespielt werden.
  • Das neue Fundament stärkt Markenauftritt, Auffindbarkeit und Arbeitsprozesse.
  • Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit und strukturierte Daten sind von Beginn an mitgedacht.
  • Das System ist skalierbar und bildet die Basis für weitere Websites und Microsites.
Ausgangslage

Wie entsteht ein Multiportal für ein ganzes Land?

Mehrere Plattformen, unterschiedliche Logiken, gewachsene Strukturen. Die digitale Landschaft von Liechtenstein Tourismus war fragmentiert, das Gesamtbild unscharf. Die Inhalte lagen verteilt auf:

Für eine nationale Tourismusorganisation ist das mehr als ein Schönheitsfehler. Es beeinflusst:

  • die Wahrnehmung des Landes
  • die Auffindbarkeit von Inhalten
  • die Effizienz in der täglichen Arbeit

Die Zielsetzung war deshalb klar: ein konsistenter Auftritt über mehrere Plattformen hinweg. Modern, barrierefrei und zukunftsfähig.

Hürden, Lösung, Wirkung

Wo wurde das Projekt anspruchsvoll?

Die Herausforderung lag nicht im sichtbaren Teil der Website. Sie lag unter der Oberfläche. Inhalte, Systeme und Organisation mussten neu zusammenspielen – und das über mehrere Ebenen hinweg.

  • Projektkomplexität auf nationaler Ebene: Viele Anspruchsgruppen, unterschiedliche Bedürfnisse, ein gemeinsames Ziel.
  • Mehrsprachigkeit als Standard: Inhalte mussten konsistent und aktuell in mehreren Sprachen verfügbar sein.
  • Neue Arbeitsweisen im Alltag: Unterschiedliche Teams, neue Prozesse, veränderte Rollen

Die Lösung: Multiportal mit Content-Hub als Herzstück

Mit der Tourismus-Website Liechtenstein entstand kein einzelnes Produkt. Es entstand ein zentrales System, das Inhalte strukturiert verwaltet und auf mehrere Plattformen ausspielt. Was früher mehrfach gepflegt wurde, entsteht heute einmal – und wirkt überall.

  • Content-Hub für zentrale Datenverwaltung
  • Strukturierte Daten als Grundlage für OpenData
  • Einheitliches Design mit Adaptionen pro Website
  • Barrierefreiheit nach WCAG 2.0
  • Mehrsprachigkeit durch KI-Integration
  • Skalierbare Architektur für neue Projekte

Welche Wirkung zeigt sich heute im Alltag?

  • Klare Markenwahrnehmung über alle Plattformen hinweg
  • Weniger Aufwand in der Content-Pflege
  • Basis für weitere digitale Projekte
  • Niedrigere Absprungrate
  • Längere Aufenthaltsdauer
Marketingleiter

Hans Muster

Wir wollten kein neues Kleid für die Website. Wir wollten ein neues Fundament.(…)

Ausblick

Wie geht die digitale Reise weiter?

Weitere Webseiten wie liechtenstein.li und staatsfeiertag.li bauen bereits auf dem Multiportal auf. Neue Microsites sind in der Pipeline. Der Unterschied zu früher? Neue Projekte entstehen nicht isoliert, sondern als Teil des Systems.

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Wie gelingt der Einstieg in ein Digitalisierungsprojekt?

Die Technik ist selten das Problem. Entscheidend ist, was davor passiert. Prozesse müssen geklärt, vereinfacht und sauber zugeordnet werden. Inhalte sollten strukturiert sein, bevor sie migriert werden. Wichtig: Wer bestehende Unklarheiten übernimmt, digitalisiert nur die Probleme.

Wie wichtig ist Mehrsprachigkeit wirklich?

Für internationale Märkte ist sie zentral – und wird auch regional immer relevanter. Viele KI-Systeme priorisieren Englisch, wodurch englische Inhalte oft besser auffindbar sind. Automatisierte Übersetzungen helfen, Tempo aufzubauen. Die Qualität entsteht erst durch klare Strukturen und redaktionelle Kontrolle.

Was bringt Barrierefreiheit konkret?

Barrierefreiheit verbessert die Nutzbarkeit für alle. Klare Strukturen, verständliche Inhalte und saubere Technik wirken sich direkt auf die User Experience aus. Gleichzeitig profitieren auch Suchmaschinen. Barrierefreiheit ist damit kein Zusatz, sondern ein Qualitätsfaktor.

Lässt sich der Ansatz auf kleinere Destinationen übertragen?

Ja. Der Ansatz ist skalierbar. Nicht jede Organisation braucht die gleiche Tiefe – aber die Prinzipien bleiben gleich: Zentrale Daten, klare Strukturen, effiziente Prozesse. Wer hier sauber startet, schafft sich Spielraum für alles, was folgt.