Publiziert am: 13.04.26
Warum KI-Sichtbarkeit kein Marketingproblem, sondern ein Organisationsproblem ist
12 Empfehlungen, um im KI-Zeitalter relevant zu bleiben.
Wer heute nur über Content für ChatGPT spricht, diskutiert am eigentlichen Problem vorbei.
Lange war die digitale Logik im Tourismus vergleichsweise einfach: Wer sichtbar ist, wird besucht. Wer besucht wird, kann inspirieren, überzeugen und im besten Fall konvertieren.
Diese Gleichung gerät gerade ins Wanken.
Denn Sichtbarkeit findet zunehmend dort statt, wo gar kein Klick mehr auf die eigene Website nötig ist: in ChatGPT, Gemini, AI Overviews und anderen KI-Interfaces. Für Nutzer ist das bequem. Für Marken, Medien, Leistungsträger und Destinationen ist es heikel. Denn Reichweite, Traffic und direkter Kontakt verschieben sich in fremde Systeme.
Entsprechend dreht sich die aktuelle Debatte oft um dieselbe Frage:
- Wie optimieren wir unsere Inhalte für ChatGPT?
- Wie werden wir in generativen Antworten sichtbarer?
- Wie müssen Seiten, Texte und strukturierte Daten aufgebaut sein, damit uns Maschinen besser verstehen?
Das sind berechtigte Fragen. Aber sie greifen zu kurz.
Die eigentliche Frage lautet nicht, wie man Content für KI optimiert.
Die eigentliche Frage lautet, wie eine Organisation gebaut sein muss, damit sie in einer KI-vermittelten Welt überhaupt noch Relevanz und Wertschöpfung erzeugt.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Marketingproblem und einem Organisationsproblem.
Der Gatekeeper ist nicht neu – nur endlich alltagstauglich
Wer heute von KI als neuem Gatekeeper spricht, hat nicht unrecht. Aber ganz neu ist dieses Muster nicht (vgl. Warum die neuen Beeinflusser Siri heissen).
Im Tourismus gibt es die Verschiebung hin zu digitalen Vermittlern seit Jahren. Bereits früh war absehbar, dass nicht nur Menschen, sondern zunehmend auch Systeme, Assistenten und Plattformen darüber entscheiden, welche Informationen sichtbar werden und welche Angebote damit überhaupt in Betracht gezogen werden.
Neu ist heute weniger das Prinzip als die Massentauglichkeit.
Was früher technisch möglich, aber im Alltag noch sperrig war, ist mit grossen Sprachmodellen erstmals für breite Nutzergruppen bequem und selbstverständlich geworden. Gäste fragen nicht mehr zwingend Google, klicken sich durch Trefferlisten und vergleichen dann manuell. Sie formulieren ihr Bedürfnis direkt in natürlicher Sprache und erhalten eine vorgefilterte, kontextbezogene Antwort.
Das Problem hat also nicht gestern begonnen. Viele haben nur unterschätzt, wie schnell es im Alltag relevant wird.
Wer nur kuratiert, steht unter Druck
Für Destinationen ist diese Entwicklung besonders anspruchsvoll, weil sie oft in einer intermediären Rolle agieren.
Wer als DMO im Kern dieselben Informationen sammelt, ordnet und regional aufbereitet, die anderswo bereits vorhanden sind, gerät unter Druck. Denn genau diese Art von Vorselektion und Verdichtung können KI-Systeme zunehmend ebenfalls leisten – schneller, bequemer und direkt im Interface, in dem sich der Gast ohnehin bereits bewegt (vgl. Vom schleichenden Sterben der Internetportale).
Das heisst nicht, dass Destinationen überflüssig werden.
Aber es heisst, dass ihre Rolle nicht mehr mit Sichtbarkeit allein legitimiert werden kann.
Der Unterschied ist entscheidend:
Ein Leistungsträger kontrolliert oft die letzte Meile. Ein Hotel, eine Bergbahn oder ein Erlebnisanbieter hat ein konkretes Produkt, eigene Verfügbarkeiten, eigene Prozesse und im Idealfall auch eine direkte Buchungs- oder Servicebeziehung.
Eine Destination hat diese Position nicht automatisch.
Sie muss ihren Mehrwert aktiver begründen.
Genau deshalb ist KI-Sichtbarkeit für Destinationen keine reine Kommunikationsfrage.
Sie berührt den Kern des Organisationsmodells.
Tourismus ist nicht einfach Retail mit anderer Oberfläche
An dieser Stelle lohnt sich der Vergleich mit dem Detailhandel (vgl. Warum Destinationen wie Einkaufszentren sind).
Dort stand früher der Anbieter im Zentrum: Wer ein Produkt kaufen wollte, musste zum entsprechenden Händler. Mit E-Commerce verschob sich diese Logik. Zuerst wählte man das Produkt, dann suchte man sich den passenden Anbieter. Heute kommt mit KI eine weitere Ebene hinzu: Der Kunde beschreibt sein Bedürfnis, und das System schlägt ihm aufgrund seiner Präferenzen das passende Produkt samt geeignetem Anbieter vor.
Im Handel funktioniert diese Verschiebung besonders gut, weil Produkte in vielen Fällen austauschbar sind. Wer einen bestimmten Schuh kaufen will, kann ihn oft auf mehreren Kanälen erwerben. Am Ende entscheiden Preis, Liefergeschwindigkeit, Convenience oder Vertrauen.
Im Tourismus ist die Lage komplexer.
Denn ein Reiseerlebnis ist nicht beliebig austauschbar. Zermatt ist nicht Grindelwald. Der Bodensee ist nicht wie der Genfersee. Auch wenn sich gewisse Elemente ähneln – Unterkunft, Anreise, Aktivitäten, Verpflegung –, entsteht das eigentliche Produkt immer in einem konkreten räumlichen, sozialen und infrastrukturellen Kontext.
Selbst dort, wo das Bedürfnis formal ähnlich ist, ist das Erlebnis nicht identisch.
Genau darin liegt auch eine Chance für Destinationen.
Im Tourismus geht es nicht nur darum, Produkte zu distribuieren.
Es geht darum, Erlebnisse, Leistungen und Erwartungen über viele Akteure hinweg zu orchestrieren.
KI kann helfen, Angebote zu finden.
Aber sie ersetzt nicht automatisch die Fähigkeit, ein touristisches Gesamterlebnis sinnvoll zu organisieren.
Strukturierte Daten sind Pflicht – aber keine Strategie
Natürlich heisst das nicht, dass man die technische Seite ignorieren darf. Im Gegenteil: Wer heute nicht maschinenlesbar, aktuell und strukturiert präsent ist, macht es Suchmaschinen, Assistenten und generativen Systemen unnötig schwer.
Auch im Tourismus gilt deshalb: Strukturierte Daten sind Pflicht. Gute SEO bleibt relevant. Barrierefreiheit, saubere Informationsarchitektur und normierte Datenmodelle zahlen nicht nur auf Suchmaschinen ein, sondern auf die generelle Lesbarkeit durch Maschinen.
Trotzdem wäre es naiv, darin bereits die Lösung zu sehen.
Bessere Maschinenlesbarkeit heisst nicht automatisch mehr Wertschöpfung.
Wer Daten sauber bereitstellt, liefert damit auch den Rohstoff für Systeme, die Antworten direkt selbst zusammenbauen. Man wird vielleicht eher berücksichtigt, zitiert oder empfohlen – aber das heisst noch lange nicht, dass daraus mehr Traffic, mehr Beziehung oder mehr Ertrag entsteht.
Maschinenlesbarkeit ist Hygiene. Aber Hygiene ist noch keine Strategie.
Und genau hier sollte man heute noch eine klare Priorisierung setzen:
Zuerst die digitalen Hausaufgaben. Dann strukturierte Daten.
Also zuerst:
- saubere Metadaten
- klare Seitentitel
- Alt-Tags
- verständliche Seitenstruktur
- gute interne Verlinkung
- nützliche Inhalte
- starke Customer Experience
Erst wenn diese Basis sauber steht, lohnt es sich, sich vertieft mit schema.org und strukturierten Daten zu befassen.
Und bei Themen wie MCP (Model Context Protocol) gilt im Moment eher Zurückhaltung als Aktionismus. Weil diese Normen sich zuerst entwickeln und etablieren müssen. Das gilt auch für das UCP (Universal Commerce Protocol). Hier kann man abwarten und schauen wie sich das im Retail-Bereich entwickeln wird.
Bis dahin ist es für die meisten Destinationen und Leistungsträger sinnvoller, vorerst die Grundlagen sauber zu machen, statt jedem neuen technischen Trend sofort hinterherzuspringen.
Wer nur Traffic misst, misst an der falschen Realität
Spätestens hier zeigt sich, warum die Debatte nicht nur im Marketing geführt werden darf.
Denn gute Kennzahlen messen nicht einfach, was sichtbar ist. Sie messen das, was eine Organisation tatsächlich beeinflussen kann.
Wer den Erfolg einer Destination weiterhin primär an Traffic misst, misst an einer Realität vorbei, in der ein wachsender Teil der Entscheidungsfindung längst vor dem Website-Besuch stattfindet.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
Welche neue KPI ersetzt den Seitenaufruf?
Die entscheidendere Frage lautet:
In welcher Phase der Reise haben wir überhaupt noch einen wirksamen Hebel?
Dreaming. Researching. Booking. Experiencing. Sharing.
In der Dreaming-Phase kann man noch vergleichsweise stark beeinflussen, ob man inspiriert. Menschen inspirieren. Social Media inspiriert. Gute Geschichten inspirieren. KI tut das in der Regel nicht – sie verdichtet vor allem, was bereits da ist. Aber schon hier entscheidet der Algorithmus mit, was überhaupt sichtbar wird.
In der Researching-Phase verschiebt sich der Hebel. Hier werden ChatGPT und Co. stark, weil der Gast bereits ziemlich genau weiss, was er sucht – und Angebote portalübergreifend vergleichen kann. Dazu kommt: Die Antwort eines LLM ist meist kontextspezifisch. Das heisst, Gast 1 kann mit demselben Prompt ein anderes Ergebnis erhalten als Gast 2.
Die neue Sichtbarkeit ist also nicht nur dynamisch, sondern auch personalisiert und nur begrenzt steuerbar.
In der Booking-Phase gilt: Je niederschwelliger das Angebot, desto eher wird auch der Abschluss über KI oder andere Agents denkbar. Und selbst wenn: Für den Leistungsträger ist das am Ende vor allem ein weiterer Intermediär, der gegen Kommission vermittelt.
Wirklich entscheidend wird deshalb, was danach passiert.
Denn in der Experiencing-Phase entsteht, was später zählt: Service, Orientierung, Bindung und echte Qualität. Und in der Sharing-Phase entscheidet sich, ob aus einem guten Erlebnis wieder neue Sichtbarkeit wird – weil Gäste ihre Erfahrungen teilen und damit andere inspirieren.
Nicht jede Sichtbarkeit ist gleich viel wert. Wertvoll ist nur jene Sichtbarkeit, die sich in einer relevanten Reisephase in Beziehung, Buchung, Erlebnis oder Weiterempfehlung übersetzen lässt.
Genau deshalb reicht es nicht, irgendwo genannt zu werden. Entscheidend ist, ob daraus ein eigener Kontaktpunkt entsteht.
Die nachhaltigste Antwort ist direkte Beziehung
Gerade weil viele klassische Kontaktpunkte durch globale Plattformen oder KI-Interfaces überlagert werden, werden direkte Beziehungen strategisch wertvoller.
Newsletter, Login-Bereiche, CRM, Gästekarten, Service-Portale und andere Formen von First-Party-Daten sind keine nette Ergänzung mehr, sondern zunehmend ein strategischer Vermögenswert.
Im Tourismus ist das besonders relevant. Denn die DMO ist oft die einzige Organisation, die nicht nur einen einzelnen Betrieb optimiert, sondern ein gutes Gästeerlebnis für den gesamten Raum im Blick hat.
Genau daraus ergibt sich ihre Legitimation – aber eben nur dann, wenn daraus auch konkrete Mehrwerte entstehen.
Eine Gästekarte ist dafür ein gutes Beispiel. Sie ist nicht nur ein Vertriebsmittel oder eine technische Funktion, sondern potenziell ein Beziehungstool. Sie schafft einen direkten Kontaktpunkt zum Gast, kann Informationen bündeln, Leistungen verknüpfen, Besucherlenkung erleichtern und es überhaupt erst ermöglichen, mit dem Gast während des Aufenthalts in einem sinnvollen Austausch zu stehen.
Wenn die Destination solche Kontaktpunkte nicht aktiv aufbaut, bleibt sie Zuschauerin in einer Beziehung, die andere führen.
Die Chance der Destination liegt im Bündeln – nicht im Duplizieren
Genau hier liegt auch der tourismusspezifische Unterschied zur Handelslogik.
Während im Retail einzelne Produkte über viele Kanäle austauschbar vertrieben werden, kann eine Destination die Bedürfnisse vieler Leistungsträger bündeln und dadurch einen eigenen Mehrwert erzeugen.
Nicht, indem sie einfach nochmals dieselben Inhalte auflistet.
Sondern indem sie Koordination, Orientierung, Standards, Services und einen regionalen Zusammenhang schafft, den der einzelne Anbieter allein nicht leisten kann.
Das ist kein romantisches Plädoyer für die DMO, sondern eine strategische Konsequenz.
Wenn KI die reine Vermittlungsleistung immer günstiger und bequemer macht, dann steigt der Druck auf alle, die nur noch vermitteln. Gleichzeitig steigt aber auch der Wert jener Akteure, die Leistungen sinnvoll verknüpfen, lokale Besonderheiten nutzbar machen und den Gast durch ein fragmentiertes Angebot hindurch tatsächlich führen können.
Im besten Fall entsteht daraus nicht weniger, sondern mehr Relevanz für die Destination – aber nur dann, wenn sie organisatorisch in der Lage ist, diese Rolle auch einzunehmen.
Nicht zuerst den Chatbot bauen – zuerst die Prozesse verstehen
Ein besonders gutes Beispiel für diesen Unterschied zwischen Oberfläche und Organisation ist der Umgang mit KI auf der eigenen Website.
In den letzten Jahren haben viele Tourismusorganisationen Live-Chats eingeführt, hinter denen in der Praxis häufig Mitarbeitende aus Tourist-Infos oder Serviceteams standen. Mit dem Aufkommen generativer KI kam schnell die Frage auf, ob man diese Interaktion nicht automatisieren könne. Technisch ist das in vielen Fällen möglich. Strategisch ist es nicht automatisch sinnvoll.
Denn wenn ein Gast bereits in ChatGPT oder einem anderen System recherchiert hat und dann auf der Website der Destination nochmals auf eine ähnliche KI-Antwortlogik trifft, ist das noch keine überzeugende Strategie.
Im schlechtesten Fall bestätigt man damit nur, dass die eigentliche Informationsleistung längst anderswo stattfindet.
Sinnvoller wird es dort, wo KI intern entlastet:
- bei Triage
- bei repetitiven Standardanfragen
- bei der Vorstrukturierung von Fällen
- bei Prozessen, die bislang viel manuelle Zeit gebunden haben
Das Ziel sollte also nicht sein, den Menschen aus der Gästebeziehung zu entfernen.
Das Ziel sollte sein, monotone Arbeit zu reduzieren, damit mehr Zeit für genau jene Interaktion entsteht, die nur Menschen sinnvoll leisten können: Beratung, Einordnung, Upselling, situative Hilfe und persönliche Beziehung.
Nicht zuerst den Chatbot bauen. Zuerst die Prozesse verstehen.
Neu ist vor allem die Oberfläche
Vieles an der aktuellen KI-Debatte wirkt neu, weil die Interfaces neu sind. Die zugrunde liegende Bewegung ist es weniger.
Wer die Entwicklung im Tourismus über die letzten Jahre verfolgt hat, erkennt bekannte Muster:
- neue Gatekeeper
- sinkende Relevanz klassischer Portale
- die Website als Datenquelle
- wachsende Bedeutung sauberer Daten
- zunehmender Druck auf intermediäre Geschäftsmodelle
Neu ist vor allem die Oberfläche. Und damit die Dringlichkeit.
Fazit: Die eigentliche Hausaufgabe liegt in der Organisation
Die Diskussion über Sichtbarkeit im KI-Zeitalter ist wichtig. Aber sie bleibt unvollständig, solange sie vor allem als Kommunikations- oder SEO-Thema geführt wird.
Ja, Tourismusorganisationen müssen ihre Inhalte maschinenlesbar machen.
Ja, sie müssen verstehen, wie Sichtbarkeit in KI-Systemen entsteht.
Ja, sie sollten Datenqualität, Semantik und technische Grundlagen ernst nehmen.
Aber all das beantwortet noch nicht die eigentliche Frage.
Die eigentliche Frage lautet:
Welchen unverzichtbaren Mehrwert schafft eine Destination oder ein Leistungsträger in einer Welt, in der Information, Vorauswahl und Beratung zunehmend durch KI vermittelt werden?
Wer darauf nur mit mehr Content, mehr SEO oder einem neuen KI-Chatbot antwortet, behandelt das Symptom. Wer dagegen Prozesse verbessert, direkte Beziehungen aufbaut, Partner sinnvoll bündelt und die eigene Rolle im System neu definiert, arbeitet am eigentlichen Problem.
Und genau deshalb ist KI-Sichtbarkeit kein Marketingproblem. Sondern ein Organisationsproblem.
Wer das ernst nimmt, sollte nicht mit dem nächsten Hype beginnen, sondern mit den eigenen Grundlagen.
Daraus ergibt sich eine vergleichsweise einfache, aber wirkungsvolle Checkliste – für Destinationen ebenso wie für Leistungsträger.
12 Empfehlungen, um im KI-Zeitalter relevant zu bleiben.
Bevor über Tools, Chatbots oder KI-Sichtbarkeit gesprochen wird, sollte klar sein, welche Prozesse in der eigenen Organisation überhaupt existieren – entlang der Kundenreise, aber auch intern.
Besonders relevant sind kleine, oft wiederholte Abläufe: Standardanfragen beantworten, Inhalte pflegen, Informationen weiterleiten, Offerten vorbereiten, Daten erfassen oder Leistungen koordinieren.
Wer nicht weiss, wie viel Zeit einzelne Prozesse heute kosten, kann auch das Automatisierungspotenzial nicht seriös beurteilen. Deshalb lohnt es sich, die Durchlaufzeit und den manuellen Aufwand sichtbar zu machen.
Viele Herausforderungen sind nicht individuell, sondern systemisch. Deshalb sollte man sich früh fragen, welche Partner mit ähnlichen Fragestellungen konfrontiert sind – und wo gemeinsame Lösungen sinnvoller sind als isolierte Einzelmassnahmen.
Der erste sinnvolle Einsatz von KI liegt oft nicht in der Aussenwirkung, sondern in der internen Entlastung. Wer repetitive Arbeit reduziert, schafft Freiraum für Aufgaben, die menschliche Nähe, Erfahrung und Einordnung brauchen.
Effizienz ist kein Selbstzweck. Die eingesparte Zeit sollte bewusst dort eingesetzt werden, wo sie die Glaubwürdigkeit und Relevanz der eigenen Organisation stärkt.
Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, verlässliche Informationen, aktuelle Inhalte, erkennbare Expertise und konsistente Signale über alle Kanäle hinweg.
Dazu gehören saubere Metadaten, Alt-Tags, klare Seitentitel, strukturierte Inhalte und eine verständliche Informationsarchitektur. Das ist keine Kür, sondern digitale Grundhygiene.
Erst wenn diese Basis sauber steht, sollte man sich vertieft mit schema.org und strukturierten Daten befassen.
Wer Gäste auf den eigenen Kanälen hält, braucht dort auch einen echten Mehrwert: gute Orientierung, aktuelle (ggf. Echtzeit)-Informationen, nützliche Services und Angebote, die vor und während dem Aufenthalt tatsächlich helfen.
Gerade im Tourismus entscheidet nicht nur die Inspiration, sondern die Begleitung vor Ort. Wer hier nützliche Services bietet, baut Beziehung auf – und bleibt relevant, auch wenn die erste Recherche über KI lief.
Die stärkste Sichtbarkeit entsteht noch immer dort, wo echte Qualität erlebt wird. Ein überzeugendes Erlebnis ist die Grundlage für Glaubwürdigkeit, Wiederkehr und Weiterempfehlung.
Langfristig sind glaubwürdige echte Erfahrungen wertvoller als skalierter KI-Content. Lieber 100 persönliche, begeisterte und authentische Gästestimmen als 1000 generische, KI-generierte Inhalte.