Solution-Design für vernetzte Mobilität: KIMM-Pilotprojekt Alpine Mobility
KIMM-Pilotprojekt
Durchgängige Mobilität beginnt lange vor der ersten Buchung – nämlich mit einem klaren Konzept. Im KIMM-Pilotprojekt unterstützte TSO den Verein Alpine Mobility bei der Entwicklung der fachlichen Grundlagen für eine digitale Tür-zu-Tür-Mobilitätslösung. Das Resultat ist ein belastbares Solution-Design als Basis für die technische Umsetzung und den Pilotbetrieb.
Auf einen Blick
- TSO begleitete Alpine Mobility bei der Entwicklung des Solution-Designs für das KIMM-Pilotprojekt.
- Use Cases, User Journeys und Arbeitspakete wurden gemeinsam strukturiert und ausgearbeitet.
- Die Lösung verbindet öffentlichen Verkehr mit On-Demand-, Carsharing- und Bikesharing-Angeboten.
- Bestehende Plattformen werden genutzt statt eine neue App zu entwickeln.
- Das Projekt schafft die Grundlage für den Pilotbetrieb und die Weiterentwicklung der digitalen Mobilitätsplattform.
Wie entsteht ein tragfähiges Solution-Design für vernetzte Mobilität?
Mit dem KIMM-Pilotprojekt verfolgt der Verein Alpine Mobility das Ziel, Mobilitätsangebote in der Gotthardregion digital miteinander zu verbinden. Gäste und Einheimische sollen ihre gesamte Reise – vom Zug bis zur letzten Meile – möglichst einfach planen und buchen können.
TSO unterstützte das Projektteam während der Konzeptionsphase beratend. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung der fachlichen Grundlagen sowie die Strukturierung der verschiedenen Use Cases. Gemeinsam wurden Anforderungen definiert, User Journeys ausgearbeitet und Arbeitspakete für die Umsetzung erstellt.
Die Projektziele waren klar:
- strategische Rahmenbedingungen definieren
- Betriebskonzept für die einzelnen Use Cases entwickeln
- Anforderungen für die technische Umsetzung spezifizieren
- Arbeitspakete für die Umsetzung strukturieren
Welche Herausforderungen mussten früh gelöst werden?
Die grösste Herausforderung lag weniger in der Technologie als in der Koordination verschiedener Anspruchsgruppen. Mehrere Mobilitätspartner brachten unterschiedliche Systeme, Prozesse und Interessen mit.
Hinzu kam, dass sich der tatsächliche Projektumfang während der Konzeptionsphase als deutlich grösser erwies als ursprünglich angenommen. Damit stiegen auch die Anforderungen an Abstimmung, Priorisierung und Governance.
Gerade in solchen Projekten zeigt sich der Wert eines strukturierten Solution-Designs: Offene Fragen werden früh sichtbar und können gelöst werden, bevor sie in der Umsetzung Zeit und Ressourcen kosten.
Wie entstand daraus eine durchgängige Mobilitätslösung?
Das entwickelte Konzept ermöglicht eine durchgängige Tür-zu-Tür-Reisekette innerhalb einer Reiseplanung. Nutzerinnen und Nutzer kombinieren den öffentlichen Verkehr mit dem On-Demand-Angebot mybuxi in einer einzigen Buchung.
Darüber hinaus werden Sponti-Car Carsharing und PubliBike Bikesharing in die Reiseplanung integriert. Für Buchungen erfolgt aktuell noch ein Absprung auf die Systeme der jeweiligen Anbieter.
Ein wichtiger Grundsatz des Projekts: Die Lösung entsteht nicht als zusätzliche App, sondern integriert sich in bestehende Plattformen und digitale Kanäle. Dadurch können Reisende die neuen Funktionen dort nutzen, wo sie ihre Reise bereits heute planen.
Welche Wirkung schafft das Solution-Design?
Bereits in der Konzeptphase wurden wesentliche Grundlagen für die weitere Projektentwicklung geschaffen.
Dazu gehören:
- definierte Use Cases und User Journeys
- abgestimmte Anforderungen zwischen den Projektpartnern
- strukturierte Arbeitspakete für die Umsetzung
- ein Betriebskonzept als Grundlage für den Pilotbetrieb
- eine gemeinsame fachliche Basis für die technische Entwicklung
Damit verfügt Alpine Mobility über ein belastbares Fundament, auf dem die Pilotphase und die spätere Weiterentwicklung der Plattform aufbauen können.
Daniel Zumoberhaus
Mit KIMM zeigen wir, wie innovative Mobilität in Bergregionen funktionieren kann: vernetzt, nutzerfreundlich und auf die realen Bedürfnisse von Gästen und Einheimischen ausgerichtet. Die Gotthardregion wird damit zum Reallabor für eine Mobilität, die über die Region hinaus relevant ist.
Wie geht die digitale Reise weiter?
Mit dem Abschluss des MVP richtet sich der Fokus auf die Pilotphase. Dabei werden die entwickelten Prozesse und Funktionen im praktischen Einsatz getestet und laufend optimiert.
Im nächsten Schritt stehen folgende Themen im Zentrum:
- Abschluss der Testphase
- kontinuierliche Verbesserung des Portals
- Integration weiterer Partner und Nutzergruppen
- Einbindung der Lösung in zusätzliche regionale Plattformen
Das KIMM-Pilotprojekt zeigt, wie eine sorgfältige Beratung im Solution-Design die Grundlage für komplexe digitale Mobilitätsprojekte schafft – insbesondere dort, wo zahlreiche Partner und Systeme erfolgreich zusammenspielen müssen.
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